# EUDR-Suche: HS-Codes und Länderrisiko

Last updated: 2026-10-21

Prüfen Sie, ob ein HS/KN-Code oder ein Erzeugnis in Anhang I der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) steht und unter welchen Rohstoff es fällt, oder schlagen Sie die Risikostufe nach, die die EU einem Erzeugerland gibt. Auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch oder Italienisch, aus den amtlichen Texten.

Open the tool: https://restorationscope.com/tools/eudr-hs-codes-und-laender (free, no account).

## How it works

1. Tippen Sie einen HS- oder KN-Code, ein Erzeugnis oder ein Land ein, auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch oder Italienisch, oder wählen Sie eines der Beispiele.
2. Für einen Code oder ein Erzeugnis zeigt die Suche die Einträge in Anhang I, unter die es fällt, ihren Rohstoff und amtlichen Wortlaut, und ob nur ein Teil des Codes („ex“) erfasst ist oder die Erfassung später beginnt.
3. Für ein Land zeigt sie die Risikostufe der EU und wie viele Marktteilnehmer die Behörden jedes Jahr kontrollieren müssen. Teilen Sie den Link der Seite, um jemandem dasselbe Ergebnis zu zeigen.

## Input and output

- Input: Ein HS- oder KN-Code (etwa 1511 oder 1511 10 90), ein Erzeugnis (etwa Kakaobutter oder cocoa butter) oder ein Land (etwa Côte d’Ivoire).
- Output: Die Einträge in Anhang I, unter die der Code oder das Erzeugnis fällt, mit Rohstoff, amtlichem Wortlaut und Geltungsbeginn, aus Anhang I gestrichene Codes und die Risikostufe eines Landes mit dem Anteil der Marktteilnehmer, den die Behörden kontrollieren.

## Example

Input:

```text
1511 10 90, dann Côte d'Ivoire
```

Output:

```text
1511 10 90 fällt unter ex 1511 · Ölpalme · Palmöl und seine Fraktionen, auch raffiniert, jedoch nicht chemisch modifiziert
Côte d’Ivoire: Normales Risiko · die Behörden kontrollieren jedes Jahr mindestens 3 % der Marktteilnehmer sowie der größeren Händler und nachgelagerten Marktteilnehmer (keine KMU), die Erzeugnisse aus dem Land in Verkehr bringen, bereitstellen oder ausführen
```

## Limits

- Eine Orientierung aus den amtlichen Texten, keine Rechtsberatung und keine Aussage darüber, ob Sie die Regeln erfüllen.
- Für ein Erzeugnis in Anhang I braucht es eine Sorgfaltserklärung oder, bei Kleinst- oder Kleinprimärerzeugern in einem Land mit geringem Risiko, eine einmalige vereinfachte Erklärung (Artikel 4a), es sei denn, alle für diese Erklärung verlangten Angaben sind bereits in einer Datenbank der EU oder eines Mitgliedstaats erfasst (Artikel 4a Absatz 4). Erzeugnisse außerhalb von Anhang I erfasst die EUDR nicht, auch wenn sie einen der sieben Rohstoffe enthalten.
- Die Risikostufe eines Landes sagt nichts über eine bestimmte Fläche oder einen bestimmten Lieferanten, auch nicht, ob sie entwaldungsfrei sind.
- Die Codes folgen der Kombinierten Nomenklatur (KN) der EU, wie sie in Anhang I steht; nationale Zolltarifnummern anderer Länder übersetzt die Suche nicht.
- Die Listen haben den Stand bis zur Delegierten Verordnung (EU) 2026/2102 und dem Länder-Benchmarking vom Mai 2025; spätere Änderungen erscheinen, sobald wir die Seite aktualisieren.

## Privacy

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## Questions

### Welche HS-Codes erfasst die EUDR?

Die Erzeugnisse in [Anhang I der Verordnung (EU) 2023/1115](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:02023R1115-20260918#anx_I): 93 HS/KN-Codes bei Rindern, Kakao, Kaffee, Ölpalme, Kautschuk, Soja und Holz, in der 2024, 2025 und 2026 geänderten Fassung. Einige sind „ex“-Codes, bei denen nur die beschriebenen Erzeugnisse erfasst sind. Die [Delegierte Verordnung (EU) 2026/2102](https://eur-lex.europa.eu/eli/reg_del/2026/2102/oj) hat Leder, Sojabohnen zur Aussaat, runderneuerte und gebrauchte Reifen sowie Sitze für Kraftfahrzeuge und Luftfahrzeuge gestrichen und nimmt ab dem 30. Dezember 2027 18 Erzeugnisse auf, etwa löslichen Kaffee und Oleochemikalien aus Palmöl. Tippen Sie einen Code in die Suche ein, um zu sehen, wo er steht.

### Welche Risikostufen für Länder gibt es bei der EUDR?

Die [Durchführungsverordnung (EU) 2025/1093](https://eur-lex.europa.eu/eli/reg_impl/2025/1093/oj) listet 140 Länder mit geringem Risiko und 4 mit hohem Risiko: Belarus, Nordkorea, Myanmar und Russland. Alle anderen Länder haben normales Risiko. Jedes Jahr kontrollieren die Behörden mindestens 1 % der Marktteilnehmer (sowie der nachgelagerten Marktteilnehmer und Händler, die keine KMU sind) mit Erzeugnissen aus Ländern mit geringem Risiko, 3 % bei normalem und 9 % bei hohem Risiko. Bei Ländern mit hohem Risiko kontrollieren sie außerdem mindestens 9 % der Menge jedes Erzeugnisses. Marktteilnehmer, die nach Prüfung ihrer Lieferkette auf Vermischung und Umgehung feststellen, dass alles in Ländern mit geringem Risiko erzeugt wurde, können die vereinfachte Sorgfaltspflicht nutzen (Artikel 13).

### Heißt geringes Risiko, dass mein Erzeugnis die Regeln erfüllt?

Nein. Die Stufe gilt für das ganze Land. Marktteilnehmer sammeln weiterhin die Informationen nach [Artikel 9](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:02023R1115-20260918#art_9), auch die Geolokalisierung jeder Fläche (Kleinst- oder Kleinprimärerzeuger in einem Land mit geringem Risiko dürfen in ihrer vereinfachten Erklärung statt der Geolokalisierung die Postanschrift jeder Fläche oder des Erzeugungsbetriebs angeben, wenn sie diese eindeutig verortet, Artikel 4a), und müssen bei Hinweisen auf ein Risiko eines Verstoßes oder einer Umgehung die Artikel 10 und 11 anwenden und die zuständige Behörde unverzüglich informieren (Artikel 13 Absatz 2).

### Ist die „Zolltarifnummer“ dasselbe wie ein HS-Code?

Die ersten sechs Stellen einer Zolltarifnummer sind der internationale HS-Code, die ersten acht der KN-Code der EU; Einfuhranmeldungen in Deutschland verwenden 11 Stellen. Anhang I nennt Codes mit 2, 4, 6 oder 8 Stellen; die Suche liest jeden davon, mit oder ohne Leerzeichen oder Punkte.
